Andreas Stieglitz
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Teneriffa

Teneriffa, die mit 2057 qkm größte Insel des Kanarischen Archipels, bietet vielfältige Wandermöglichkeiten. Abwechslungsreiche Touren erschließen die kontrastreichen Landschaften der Insel. Im Gegensatz zum wüstenhaft trockenen Süden Teneriffas überrascht die feuchte Nordseite mit ihren fruchtbaren ländlichen Gegenden und den weiter oberhalb gelegenen, unglaublich üppigen Nebelwäldern. Von den intensiv bewirtschafteten Küstenebenen mit ihren ausgedehnten Bananenplantagen bis hin zur subalpinen Hochgebirgsregion um den Pico del Teide reicht die Palette der Wanderungen. Stets in Sichtweite des tiefblauen Meers führen die Streifzüge über schattige Waldwege und gewundene Hirtenpfade, schmale Landsträßchen und uralte Pflasterwege.

Unzählige Ackerterrassen, das mühsame Werk vieler Generationen, überziehen die Hänge. Steilwandige Schluchten („Barrancos“) mit kunstvoll an den Hängen entlanggeführten Wasserkanälen reichen zur Küste hinab. Würzige Kiefernwälder muten heimatlich vertraut und doch fremdartig an. Braunschwarze Schlackekegel, die jüngsten erst ein paar hundert Jahre alt, zeugen von einem Vulkanismus, der noch lange nicht zur Ruhe gekommen ist. Im wildromantischen Bergland warten verlassene und halbverfallene Weiler auf Entdeckung. Höhepunkt aber ist die bizarre Welt der Cañadas mit ihren vielfältigen vulkanischen Erscheinungen. Aus diesem alten Riesenkrater, der zu den großen Naturwundern der Erde zählt, erhebt sich der majestätische Pico del Teide (3718 m). Die Besteigung dieses höchsten Berges Spaniens ist ein Wunschtraum vieler Wanderer und garantiert unvergessliche Eindrücke.

Altes Haus, von Bignonien umrankt, in Afur (Anaga-Gebirge)