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Santa Maria ist die älteste Insel des Archipels. Ihr Vulkanismus ist vor langer Zeit zur Ruhe gekommen, und es fehlen die für die anderen Inseln charakteristischen
Erscheinungen und Landschaftsformen. Neben vulkanischen Gesteinen gibt es Kalkstein, Tonerde und sogar Fossilien aus dem Tertiär, die auf den übrigen Azoren nicht vorkommen. Auch klimatisch nimmt Santa Maria, die
Sonneninsel oder ›Algarve der Azoren‹, eine Sonderstellung ein, denn hier ist es am trockensten. So wirkt die Insel eher mediterran - ein unerwarteter Eindruck im Vergleich zu den übrigen Azoren. Wer im Winter auf
die Azoren will, sollte Santa Maria den Vorzug geben. Von der Sonne verwöhnt, stehen viele Gewächse bereits im Februar in voller Blüte - honigsüß duftender Klebsame, Azaleen, Cala, Montbretien und andere mehr.
Im Westen der Insel erstrecken sich weite Verebnungsflächen, eine im Sommer karge und ausgedörrte, im Winter jedoch grasgrüne
Weidelandschaft. Hier liegt auch der Flughafen mit seinem riesigen Flugfeld, bis in die 1960er Jahre obligatorischer Zwischenstopp auf der Atlantikroute. In der Inselmitte erhebt sich ein bewaldetes Gebirge, das am
Pico Alto mit 587 m seine größte Höhe erreicht. Im Osten erstreckt sich eine liebliche, grüne Hügellandschaft.
Ganze 6000 Bewohner zählt Santa Maria. Außer dem Hauptort Vila do Porto gibt es, vor allem im Ostteil der Insel, einige
reizvolle Dörfchen. Verstreut in der sanft gewellten Landschaft stehen die typischen Häuser mit ihren großen Schornsteinen und roten Ziegeldächern. Santa Maria wartet darüber hinaus mit herrlichen Meeresbuchten auf,
die teils von hellen Sandstränden gesäumt sind. Wer eine ruhige, überschaubare Insel mit reizvollen Landstrichen sucht, wird von Santa Maria nicht enttäuscht sein.
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