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Im Dreiländereck zwischen Hessen, Baden-Württemberg und Bayern, am Rande der großen Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar,
erstreckt sich eine der reizvollsten deutschen Wanderregionen. Die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Odenwaldes mit ihren sanften Wiesentälern, waldigen Anhöhen und bizarren Felsformationen lädt rund um
das Jahr zu erholsamen Ausflügen. Im Frühling tauchen blühende Wildkirschen die Waldränder in zartes Weiß, während Streuobstwiesen in duftigem Blütenzauber stehen. Gelbe Rapsfelder kontrastieren mit dem warmen
Sienarot frischgepflügten Ackerlandes. Im Sommer wiegen sich Kornfelder in der lauen Brise. Lerchen ziehen laut trillernd hoch in das porzellanblaue Himmelsgewölbe, bis sie darin entschwunden scheinen. In schattigen
Wäldern lässt die klare, frische Bergluft tief durchatmen. Nachdem der Herbst mit rotbrauner Laubfärbung Einzug hält, liegt der Duft reifen Obstes über den Gärten. Sonnenstrahlen durchdringen die morgendlichen
Nebelschwaden, um blauen Himmel freizugeben. Und wenn die Landschaft in den Winterschlaf fällt, wenn der Raureif an kalten Tagen das Astwerk bedeckt und Frost den Boden versiegelt, sind stille Wanderungen durch Wald
und Flur von ganz eigenem Reiz.
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Der Odenwald ist altes Kulturland. Archäologische Funde verweisen auf die einstige Anwesenheit von Kelten und Römern.
Wehrhafte Burgen und stattliche Schlösser zeugen von einer reichen Vergangenheit. Geschichtsträchtige Ortschaften haben ihr historisches Ambiente bewahrt. Heimelige Gassen mit gepflegten Fachwerkhäusern, von
trutzigen Stadtmauern umwehrt, laden zum gemütlichen Altstadtbummel.
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Wenn man sich dem Odenwald von der Rheinebene nähert, steigen die Hänge schroff und unvermittelt aus dem Tiefland empor.
Dieser westliche Steilrand des Gebirges, die sogenannte Bergstraße, erstreckt sich von Malchen bis südlich Heidelberg. Zwei größere Flußläufe, der Neckar bei Heidelberg und die Weschnitz bei Weinheim, durchbrechen
die Bergkette und strömen dem Rhein zu. Nach Osten schließt an die Bergstraße der Vordere Odenwald an. Ein buntes Wechselspiel bewaldeter Kuppen, kleiner Wiesentäler und buckliger Felder charakterisiert diese
liebliche Landschaft. Weiter östlich erstreckt sich der Hintere Odenwald bis zum Mainlauf. Seine ausgedehnten Hochflächen und langgestreckten Bergrücken sind von schier endlosen Wäldern bedeckt. Im Norden fällt der
Odenwald zur flachen Mainebene ab. Hier weitet sich das Gersprenztal zur großen, ackerbaulich genutzten Reinheimer Bucht. Im Südosten und Süden, jenseits des tief eingeschnittenen Neckartals, liegt der Kleine
Odenwald. Ohne markante Abgrenzung geht das Waldgebirge in die benachbarten Muschelkalklandschaften von Bauland und Kraichgau über.
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B u c h t i p p
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Wandern im Odenwald
Andreas Stieglitz: Odenwald und an der Bergstraße, DuMont aktiv Wanderführer. Detailliert beschrieben sind 35
Wanderungen, illustriert mit vielen Wanderkarten, Höhenprofilen und Fotos. Zu jeder Tour gibt es genaue Angaben über Dauer, Anspruch, Wegbeschaffenheit, Karten, Markierungen, Einkehrmöglichkeiten und
Anfahrtswege. ISBN 3-7701-5015-5. Eine Inhaltsübersicht gibt es hier.
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