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Faial (abgeleitet von faya, dem endemischen Gagelbaum) steigt auf allen Seiten recht gleichmäßig von der Küste zur etwa in der Inselmitte
gelegenen Caldeira an. Am Kraterrand erhebt sich der Cabeço Gordo - mit 1043 m der höchste Gipfel der Insel. An der Küste wechseln steile und felsige Abschnitte mit einigen wunderschönen Sandbuchten, die zum Baden
einladen. Der Ostteil Faials bietet eine liebliche Landschaft mit sanften Hängen und lang gestreckten Bergrücken, zwischen denen sich freundliche Ortschaften ausbreiten. Ilha Azul - Blaue Insel - taufte sie
der Schriftsteller Raul Brandão aufgrund der Hortensienhecken, die entlang von Feldrainen, Weidegrenzen und Wegrändern gedeihen.
Von der Caldeira nach Westen verläuft eine Kette kleinerer Vulkankegel, das geologische Rückgrat der Insel - eine grüne, aber
rau wirkende und nur dünn besiedelte Cegend. Am Ende dieser tektonischen Störungslinie brach 1957/58 der Vulcão dos Capelinhos vor der damaligen Westspitze Faials aus, um nach gewaltigen Eruptionen die Insel um 2,4 qkm zu vergrößern. Nirgendwo auf den Azoren sind die Folgen eines Vulkanausbruchs so eindrucksvoll zu sehen wie hier. Bereits knapp 300 Jahre zuvor hatte ein Vulkanausbruch die Menschen in Angst und Schrecken versetzt: 1672 brach im Nordwesten der Insel der Cabeço do Fogo aus; 200 Opfer waren zu beklagen.
Die lebendige Hauptstadt Horta war über Jahrhunderte ein wichtiger Hafen für den Schiffsverkehr zwischen Europa und Amerika. Noch heute ist Horta obligatorischer Zwischenstopp für alle Hochseesegler auf der großen Atlantik-Passage. Viele von ihnen verewigen sich an der berühmten Hafenmauer mit einem Bild. Peter's Café Sport an der Uferpromenade ist allabendlicher Treffpunkt der Skipper.
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