Andreas Stieglitz
Anreise/Verkehr

Anreise auf die Azoren

Am bequemsten geht es mit einem Direktflug der SATA von Frankfurt a.M. nach Ponta Delgada. Diese Nonstopp-Flüge werden allerdings nur im Sommerhalbjahr angeboten. In der übrigen Zeit kommt man mit Umsteigen über Lissabon oder Porto auf die Azoren - nach São Miguel, Terceira und Faial. Der innerazoreanische Flugverkehr wird von der regionalen Fluggesellschaft SATA abgewickelt, die alle Inseln miteinander verbindet und die Strecken mit Turboprop-Maschinen befliegt. SATA-Flüge sollten stets einen Tag vorher rückbestätigt werden. Auskünfte über günstige Angebote wie den Azoren-Airpass fürs Insel-Hopping erhält man von den Reiseveranstaltern. Direkte Informationen und aktuelle Fahrplanauskünfte bekommt man auf der SATA-Homepage im Internet.

Die Schnellfähre (Katamaran) legt von Sao Roque do Pico ab

Unterwegs auf den Azoren

Innerhalb der Mittelgruppe sind Fähren, die regelmäßig nach Fahrplan fahren, in der Sommersaison eine gute Alternative zum Fliegen. Zum einen ist der Preis weitaus günstiger; zum anderen macht es Spaß, sich einer Insel vom Meer her zu nähern und vielleicht sogar das Glück zu haben, unterwegs Wale oder Delfine zu beobachten. Auf allen Inseln legen die Fähren überdies direkt in der jeweiligen Inselhauptstadt an, so dass längere Taxitransfers zum Flughafen entfallen. Im Pendelverkehr fahren die Fähren zwischen Horta und Madalena, so dass man durchaus auf Faial wohnen und von dort aus Tagesausflüge nach Pico machen kann, um einen Quartierwechsel zu vermeiden. Nur selten (wenn überhaupt) fahren hingegen Fähren von der Mittel- zur Ost- und Westgruppe. Diese Fahrten dauern überdies recht lang, so dass man auf diesen Strecken meist mit einem SATA-Flug besser beraten ist. Aktuelle Fahrplanauskünfte der beiden wichtigsten Fährgesesellschaften Transmaçor und AçorLine bekommt man im Internet. 

Viele Inseln lassen sich bequem mit dem Linienbus erkunden

Verkehrsmittel auf den Inseln

Viele Inseln (insbesondere Sao Miguel) verfügen über ein gutes Linienbusnetz. Man sollte sich frühzeitig an der Haltestelle einfinden, denn die Busse fahren manchmal überpünktlich ab. Wenn man von einem vorbeifahrenden Bus mitgenommen werden möchte, muss man dem Fahrer ein deutliches Winkzeichen geben — auch an Haltestellen! Um dem Fahrer zu signalisieren, dass man an der nächsten Haltestelle aussteigen möchte, muss man die Glocke betätigen. Achtung: Haltestellen sind nicht immer durch ein Schild kenntlich gemacht. Fahrkarten werden generell im Bus verkauft. Fahrpläne sind bei den örtlichen Tourist-Informationen erhältlich.

Leihwagen können auf allen Inseln (außer Corvo) gemietet werden. Es ist unbedingt empfehlenswert, eine Vollkasko-Versicherung abzuschließen. Man sollte sich vor Fahrtantritt vergewissern, dass sich der Wagen in akzeptablem Zustand befindet; eventuelle Beschädigungen sollten im Vertrag festgehalten werden.

Taxis sind insbesondere auf kürzeren Strecken eine gute Alternative zum Leihwagen. Falls die Rückfahrt von einer Wanderung nur mit dem Taxi erfolgen kann, ist es am besten, gleich bei der Hinfahrt mit dem Fahrer die Abholung zu vereinbaren; die gesamte Bezahlung erfolgt zum Schluss. Auch Inselrundfahrten sind mit dem Taxi zu empfehlen, da man sich dann nicht um die Logistik zu kümmern braucht und sich ganz auf die Landschaft konzentrieren kann. Allerdings sollte man sich in diesem Fall einen Taxifahrer mit Englischkenntnissen suchen. In allen größeren Ortschaften gibt es Taxistände. Der Preis wird entweder anhand des Gebührenzählers oder der offiziellen Preisliste für alle Strecken ermittelt (vor Fahrtantritt fragen!). Bei längeren Fahrten berechnen die Fahrer Hin- und Rückfahrt.